Welche E-Commerce-Trends prägen 2026?
July 28, 2026
Viele unserer Prognosen zu den E-Commerce-Trends 2018 sind eingetroffen. Deshalb möchten wir unseren Kunden auch dieses Jahr einen Ausblick auf die aktuellen Trends in der E-Commerce-Technologie geben.
Trend 1: Agentic Commerce
Bei KI geht es längst nicht mehr nur darum, Produkte zu finden und darüber zu informieren. In diesem Jahr dreht sich alles um KI-Einkaufsagenten, die selbstständig einkaufen, Nachbestellungen automatisieren und Freigaben erteilen.
Agenten können aber nur in Systemen arbeiten, in die sie integriert sind. Solange Ihre APIs nicht richtig aufgebaut und überhaupt erst zugänglich gemacht sind, bleiben die eindrucksvollen Demos, die Sie gesehen haben, womöglich genau das: Demos, ganz gleich, wie intelligent ein Agent ist. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Systeme über saubere, dokumentierte APIs erreichbar sind, denn genau damit arbeitet jeder Agent. Wir konzentrieren uns auf das, was in der Praxis funktioniert.
So geht Sly Agentic Commerce an: Wir machen die Architektur unserer Kunden bereit für KI-Agenten, indem wir robuste, saubere APIs bauen. Denn gut strukturierte Daten zählen mehr als glänzende Demos.
Trend 2: KI-gestützte Recherche: Wer einkauft, fragt die KI
Immer mehr Einkaufende beginnen ihre Recherche in ChatGPT, Perplexity oder den KI-Übersichten von Google, lange bevor sie die Website eines Lieferanten besuchen. «Answer Engine Optimization» (AEO) entwickelt sich rasch zu einer eigenen Disziplin neben der klassischen Suchmaschinenoptimierung (SEO).
Bei AEO geht es darum, selbst «die Antwort» zu sein: Ihre Informationen erscheinen in Featured Snippets, bei der Sprachsuche und in KI-Übersichten, weil Sie strukturierte Daten nutzen und Fragen klar beantworten. Vielleicht ist Ihnen auch schon der Begriff «GEO» begegnet, kurz für Generative Engine Optimization. Dabei geht es darum, mit fundierten Inhalten und Markenerwähnungen zu «der Quelle» zu werden, die eine Suchmaschine in ihrer Antwort zitiert. In der Praxis überschneiden sich AEO und GEO so stark, dass sie oft als eine Disziplin gelten.
Studien zeigen, dass KI-Tools kein JavaScript ausführen und nur selten PDFs auslesen. Ihre Daten müssen also bereits als HTML ausgeliefert werden. Entscheidend ist die Maschinenlesbarkeit, strukturierte Daten sind ein zusätzliches Plus.
Unser Ansatz für GEO und AEO im E-Commerce: Wir strukturieren Ihre Produkt- und Inhaltsdaten so, dass KI-gestützte Suchmaschinen sie einfach verarbeiten und als Quelle nennen können.
Trend 3: Composable Commerce bleibt die richtige Grundlage
Composable, Headless, MACH, wie auch immer man es nennt: Composable ist heute der vorherrschende Standard für moderne Technologie-Stacks. Uneinig ist sich die Branche nun bei der Frage, was als Nächstes kommt. Manche Anbieter bezeichnen Composable als «das neue Legacy», andere sehen darin die ideale Basis für künftige KI-Lösungen.
Wir sind überzeugt: Composable bleibt die richtige Grundlage. Der eigentliche Mehrwert, aber auch das eigentliche Risiko, liegt darin, wie Sie die einzelnen Bausteine rund um die Architektur integrieren und orchestrieren.
Hüten Sie sich davor, einen Lock-in einfach durch einen anderen mit besserem Branding zu ersetzen. Setzen Sie auf offene Standards, und seien Sie vorsichtig bei Anbietern, die Ihnen erst die Vorteile von Composable verkaufen und dann, sobald sie Teile Ihres Stacks kontrollieren, im Hintergrund ihre eigene Form von Lock-in einführen. Nur so entfaltet Composable dauerhaft seinen Wert.
Die Grundphilosophie von VELOX stellt sich gegen diesen Trend: kein Vendor-Lock-in, offene Standards und die Integration der Lösungen, die Kunden bereits nutzen. Wir sorgen dafür, dass die Composable-Architekturen unserer Kunden lange Bestand haben, damit ihr Wert nicht durch eine neue Abhängigkeit von einem Anbieter verloren geht.
Trend 4: Das Ende der «US-Cloud als Standard» und warum die Schweiz zählt
Die womöglich grösste strukturelle Veränderung für europäische und Schweizer Unternehmen ist der US CLOUD Act. Er ermöglicht US-Behörden den Zugriff auf alle Daten, die von US-Unternehmen verarbeitet werden, unabhängig davon, wo diese physisch gespeichert sind. Damit steht er in direktem Widerspruch zur DSGVO.
2026 schlägt die EU mit einem Paket zur technologischen Souveränität zurück: Kritische Workloads sollen von US-Hyperscalern abgezogen werden, und die Investitionen in souveräne Cloud-Infrastruktur steigen. Die Schweiz hat hier einen klaren Vorteil, weil sie weder dem CLOUD Act noch dem EU-Rechtsrahmen untersteht. Damit ist Hosting in der Schweiz rechtlich unabhängiger als selbst eine «souveräne» EU-Zone eines Hyperscalers.
Im Wettlauf um agentische KI riskieren Unternehmen, Kunden- und Bestelldaten über US-basierte LLMs zu leiten. Das bedeutet keine sofortige Abkehr von US-Hyperscalern, sondern eine langsame, überlegte Verlagerung: Einzelne sensible Workloads wandern über mehrere Jahre, nicht Monate, zu souveränen Alternativen.
Die Sly AG berät Unternehmen dabei, herauszufinden, welche Workloads wirklich souveränes Hosting brauchen, und begleitet den Wechsel auf Schweizer Infrastruktur. Damit erreichen Sie eine rechtliche Unabhängigkeit, die selbst eine «souveräne» EU-Zone eines Hyperscalers nicht ganz bieten kann.


